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Monat: Dezember 2015

4 Tage Fasten

Das Thema Fasten begeistert mich gerade. Ich möchte mehr übers Fasten lernen und dass kann ich am besten, indem ich selbst die Erfahrung mache wie es sich anfühlt zu fasten.

Nach meinen nun mehreren eintägigen Versuchen hatte ich beschlossen 10 Tage lang zu fasten. Wie das ganze grob ausgegangen ist, könnt ihr schon der Überschrift entnehmen.
Nur Wasser trinken, sonst nichts zu mir nehmen. 10 Tage lang sollte das doch machbar sein. Ich habe mich ein bisschen vorbereitet und schon zwei Tage vorher etwas weniger gegessen, möglichst Rohkost, möglichst gut kauen. Dazu waren es auch noch zwei sehr sportreiche Tage. Dann kam der erste Fastentag. Er war etwas schwieriger als sonst. Zumindest mental war er anders. Der Gedanke daran, dass ich nicht einfach mal einen Tag nichts essen werde, sondern nun wirklich zehn Tage nur von Wasser Luft und Liebe leben sollte, machte mir zu schaffen.
Am zweiten Tag fühlte ich mich etwas schwächlich, mental ging es mir etwas besser. Lust zu essen hatte ich dennoch.
Am dritten Tag war ich wieder recht fit. Ich hatte das Gefühl, dass ich gar keine Nahrung brauche um zu überleben. Ich hatte weiterhin riesige Lust leckere Dinge zu verspeisen, aber es war nur ein starkes Verlangen. Ein Verlangen, das immer stärker wurde und ich schon fast entschieden hatte, ich möchte die 10 Tage nicht durchziehen, eine Woche sollte reichen. Ich war die meiste Zeit zu hause in meinem Zimmer und hatte die Meinung ich könne nichts sinnvolles Produktives machen, solange ich alle paar Minuten oder gar alle paar Sekunden, diese Gier nach Essen verspüre. Deshalb konnte ich nicht anders als einem anderen Verlangen nachzugeben. Ich installierte mir wieder ein Computerspiel und lenkte mich damit ab. Oder vielleicht besser gesagt, befriedigte meine Fressgier mittels Computerspielen. Das hat erstaunlich gut funktioniert, gut ging es mir damit aber nicht. Worin besteht der Sinn vom Fasten, wenn das das Ergebnis sein sollte?
Nachdem auch Tag vier keine Änderung in mein Spielverhalten brachte, beschloss ich an Tag fünf wieder mit der Nahrungsaufnahme anzufangen.
Und so sollte meine erstes Fastenerlebnis, das mehr als 36 Stunden dauerte, enden.

In dem oben stehenden Video beschreibe ich weniger den Ablauf meines Experiments und mehr meine Beweggründe und was es mit mir gemacht hat.

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eintägiges Wasserfasten

Am Tag zuvor achte ich darauf möglichst früh mein Abendessen zu mir zu nehmen. Am besten spätestens 18 Uhr.Den Fastentag starte ich wie jeden Tag mit einem großen Glas Wasser. Anschließend mache ich ein wenig Aufwärmsport und meditiere dann eine Stunde lang.

Den Tag über werde ich immer mit Essen konfrontiert. Da ich in einer WG lebe und auch nicht meinen sozialen Kontakt des Fastens wegen entsagen möchte, habe ich stetig die Versuchung vor Augen und vor Nase. Doch auf eine gewisse Weise finde ich das gut. Denn mein Hauptgrund warum ich diesen einen Fastentag in der Woche eingeführt habe, ist meine Gier nach Essen. Ich esse oft über meinen Hunger hinaus. Ich esse sehr gerne und schmecke gerne leckeres Essen. Das hat dann oftmals zur Folge, dass ich so viel zu mir genommen habe, dass ich danach schlapp, müde und vollgefressen vor mich hin vegetiere. Mein Körper braucht Energie um zu verdauen und mein Kopf fühlt sich dementsprechend auch sehr benebelt und unmotiviert.

Das ist doch sinnlose, unnötig und Verschwendung denke ich mir. Nun möchte ich lernen diese Gier zu bändigen und einen gesünderen Umgang mit meiner Nahrung zu handhaben. Dafür finde ich es hilfreich, wenn ich während des Fastens mit Leckereien umgeben bin. Das zwingt mich dazu, mich mit meiner Gier, meinem Verlangen nach all dem, auseinander zu setzen.

Neben dem weniger Gierigsein, hat dieses eintätige Fasten auch noch andere Auswirkungen:
Das Meditieren fällt mir deutlich leichter und es ist meist intensiver als an anderen Tagen. Mein Körper braucht weniger Energie zum Verdauen und kann somit mehr Fokus auf das Gehirn legen.
Mein Körper hat an diesem Tag auch die Chance einige Regenerations- und Heilungsprozesse anzuwerfen, zu denen er sonst vor lauter Verdauen gar nicht erst zu kommt.
Die Nacht nach dem Wassertrinktag Ist meist für mich besonders erholsam. Ich schlafe ein paar Stunden weniger als gewöhnlich, wache vor dem Weckerklingeln auf und fühle mich fit, munter und ausgeschlafen. Hunger habe ich auch keinen, trotzdem fange ich wieder an mit Frühstücken …

 

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