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auf nach China

Meine Reise startet mit einem Flug und Abschied von Deutschland und der gewohnten Umgebung. Nun begebe ich mich auf eine Reise ins Unbekannte. In ein unbekanntes Land in einem unbekannten Kontinent mit unbekannten Menschen. Alles neu macht der Mai. Hach, das trifft ja sogar zu. Eine knappe Woche bin ich jetzt hier. Ein wenig habe ich mich schon eingelebt und mit diversem vertraut gemacht.

Ein paar Auszüge aus einem meiner ersten Tagebucheinträge in China:

02.05.16
Ich sitze am Flughafen Düsseldorf. Das mit dem kostenlosen Wifi hat bei mir noch nie funktioniert. Meinen ersten Flug hab ich hinter mir. Fliegende Menschen scheinen tendenziell viel Geld zu haben. Businessflüge, viele. Neben mir sitzen Asiaten, sprechen sie Chinesisch? Ich freue mich auf die Sprache. Ich bin dankbar für die mich transportierenden Flugzeuge und die Erde, die mich sie auf diese Art bereisen lässt. Ich fühle mich wohlig verabschieded von Leipzig und allen Menschen die mir wichtig sind.

03.05.16
Todmüde in Hong Kong. Ich erlebe wie es ist einen Jetlag zu haben. Fühlt sich an wie eine Nacht durchgemacht. Ich bin im Zombiemodus. Eben eine halbe Stunde auf der Wartebank geschlafen. Mit Stäbchen hab ich eben meine ersten viel zu überteuerten Nudeln gegessen. Die waren aber essbar im Gegensatz zu den Speisen im Flug. 12 Stunden am Stück im Flugzeug. Jetzt scheint es schon alles recht einfach mit dem fliegen. Ich bin mir immer noch nicht sicher ob ich schon realisiert habe fast am anderen Ende der Welt zu sein. Den Himmel sieht man gerade nicht. Ob das alltäglich so ist weiß ich nicht. Von oben sah China nur nach Wolke aus. Gleichbald nach Zhengzhou. Es ist ja mein erstes Großflughafenerlebnis. Es fühlt sich an als ob es in Deutschland sein könnte, nur mit anderer Sprache. Viel Konsum, McDonalds, Rolex und das neue Samsung Galaxy S7. Ich würde gerne mehr von der Sprache verstehen. Habe mal wieder meine Vokabelzettel rausgeholt. Ich werde nun fleißig Mandarin lernen.

04.05.16
Ich werde meinem Tagebuch nicht so gerecht wie ich mir das vorgestellt habe. Ein gutes Tagebuch zu führen erfordert anscheinend Zeit und Aufmerksamkeit.
Jetzt ist meine erste Mittagspause nach erstem Training. Gestern Abend die Ankunft war eine Mixtur aus Gefühlen. Auf dem Flug nach Zhengzhou habe ich einen Schweitzer kennengelernt der auch zum Kung Fu hier ist. Kurzen Zweifeln ob es vielleicht nicht so klug war direkt mich für ein Jahr für eine Schule zu entscheiden, lasse ich möglichst keinen Raum. Shifu scheint ein guter Meister zu sein. Klar direkt und freundlich. Kein Schnickschnack.
Die Autofahrt in die Schule war spannend. China hat besonders breite Straßen. Vermutlich brauchen sie die auch, denn jeder fährt wie er will. Wer am meisten hupt scheint Vorfahrt zu haben.
I still seem to not totally have realized that I will be here for one year. I’m already thinking in English. I like the students here. Nearly everybody seems to be really nice. Several will leave tommorow or in the upcoming week. And probably there also will be some new students. Exiting. Vielleicht ist es nicht verkehrt mein Tagebuch in Deutsch zu schreiben. So bleibe ich weiterhin fit mit der Sprache. Ich möchte mehr Chinesisch lernen. Ich mag die Sprache.
Mein Körper tut schon ganz gut weh von dem Hard Qi Gong heute. Es war spaßig mich mit Josh gegenseitig zu schlagen. Josh hat mich ein wenig an die Hand genommen und mir Dinge erklärt. Dafür bin ich ihm dankbar.
Ich denke trotz meinem kaputten Rücken werde ich nach ein wenig Zeit ganz gut mithalten können. Noch fühle ich mich definitiv schlechter als die meisten anderen. Es ist ja gerade mal Tag eins. Die erste Qi Gong Übung die mir Shifu gezeigt hat war einfach und toll. Hat sich sehr gut angefühlt.
Mein Plan war nur am Wochenende meinen Rechner anzuschalten. Ich schreibe jetzt schon Tagebuch und auch Chinesich will ich lernen, mit meinem Rechner. Vielleicht gebe ich doch noch das WLAN Passwort ein.
Der erste Tag ist vorbei. Habe ich das Essen schon erwähnt? Es ist etwas anders, aber sehr gut.

05.05.16
Qi Gong ist super. Oder ist das auch Tai Chi? Mein Kopf programmiert sich um. Ich werde einen Schluck ungekochtes Leitungswasser probieren. Hier ist es angeblich Bergwasser das aus der Leitung kommt. Der Strom ist nämlich ausgefallen und ich kann es nicht abkochen. Das passiert wohl manchmal.
Schmerzen in den Beinen fühlen sich lebendig an. Kung Fu heißt harte Arbeit. Die wird es werden. Die Tage fühlen sich bisher sehr lang an.
Ich meditiere wenig, da ich das Gefühl habe während meiner Pausen liegende Ruhe für meinen Körper zu brauchen.

Published in China

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