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Eine neue Reise startet

Viel ist passiert bei mir in letzter Zeit. Viel Veränderung. Nun gehe ich auf eine neue Reise Richtung Spanien. Diesmal nicht alleine, sondern mit Josephine und Momo. Hier könnt ihr Zeilen aus meinem Tagebuch lesen und an unserer Reise teilhaben, wenn ihr möchtet:

04.10.17

Ich bin nicht alleine währen ich diese Zeilen schreibe. Schön, zu lernen meine mir wichtigen Dinge zusammen mit Josephine auszuleben. Ich fühle mich akzeptiert und muss mich mit meinen Bedürfnissen nicht verstecken. Ich glaube, das Zusammenleben mit Josephine und Momo kann richtig gut funktionieren. Gestern habe ich Josephines Mama und Ihren Freund kennengelernt. Mhh, mehr fällt mir dazu gerade gar nicht ein. Ein paar Fakten zum festhalten meiner Geschichte.

Viel bewegender ist gerade noch der Abend des heutigen Tages für mich. Rebecca, Vincent und Ela sind hier. Samstag fliegen sie nach Thailand und brauchen noch eine Unterkunft für ihre letzten Tage nach Berlin. So viel zu tun dauernd. So viel zu lernen – mit den Menschen. Ich richte mich hier ein und lerne mich mit Josephine und Momo zuhause zu fühlen. Und auf einmal sind da noch drei Menschen in der Wohnung. Das triggert einiges bei mir. Ich fühle mich direkt nicht mehr so frei. Habe das Gefühl in meiner Freiheit beschnitten zu werden.

Na gut, jetzt will ich schon wieder nicht weiter schreiben und lieber Josephine nah sein.

09.10.17

Eine Woche haben Josephine und ich nun am Stück miteinander verbracht. Solange, so intensiv, mit so wenig Abstand zwischendurch habe ich noch mit keiner Frau bisher verbracht. Und dazu gibt’s auch noch ein Kind, Freunde und Familie. Viel viel. Schön und anstrengend. Wir kommen an tiefere Themen in uns, um uns. Gestern Abend und heute morgen war es hart und heilend. Wir hören uns zu, schauen uns weinend an und geben einander Raum zum sein, mit was auch immer gerade da ist. Zumindest versuchen wir es. Wir möchten miteinander lernen und nicht mehr nur alleine. Das mit sich alleine ausmachen haben wir beide schon gelernt, next step ist teilen lernen. Es klingt langsam ab, aber ich fühle mich noch etwas hart und abweisend.

Wir haben nun einen Kindersitz. Vorgestern Hat uns Andreas dabei geholfen das Bett ins Auto zu bauen. Ist richtig professionell geworden. Und auf dem Flohmarkt gab’s ne Parkscheibe für 5ß Cent.

Der Bus nach Spanien
Der Bus nach Spanien

11.10.17

Reisevorbereitungen neigen sich dem Ende entgegen. Fühle mich etwas distanziert von Josephine. Dinge passieren zwischen uns. Dinge dürfen da sein. Es geht weiter. Wir Leben und lieben. Momo öffnet sich mir gegenüber immer mehr. Das erfreut mich. Heute werden Josephine und ich einen Tag mit viel Zeit für uns haben. Es wird auf in die Stadt gehen und wir werden Kulturprogramm machen. Richtiges Erwachsenenzeug. Zwischendurch arbeite ich ein wenig. Am Wochenende geht’s dann zur Family. Bin gespannt noch mal ein paar Tage von Josephine weg zu sein. Ich möchte gerade etwas mehr Freiheit und mein eigenes machen. Das kommt etwas kurz in letzter Zeit. Und nun? Was tu ich jetzt? Ich bin alleine bei Josephine zu Hause und warte auf sie. Irgendwie hänge ich etwas in der Luft. Musik hilft mir vielleicht. Bis dann. *tanz*

16.10.17

Sitze bei Benni in Großen-Linden. 10 Minuten von meiner Familie entfernt wohnt er. Gerade habe ich zwei Tage Weidenhausen mit Cousin, Oma und Co hinter mir. Nur weniger Kilometer weiter, fühlt sich mein Leben wieder ganz anders an, fühlt sich viel freier an. Ich habe Benni erst diesen Sommer kennengelernt. Wir waren zusammen im ZEGG. Obwohl wir noch nicht viel Zeit miteinander verbracht haben, was heißt hier „obwohl“ … Wie auch immer – ich fühle mich total wohl und frei in seiner Gegenwart. Kann sehr ich sein. Er macht gerade einen Online-Selbsterfahrungskurs oder so und ich sitze an meinem Rechner, schaue mir Youtube-Videos an und schreibe diese Zeilen. „Van-Life Episode XX“ „50 € Euro-Paletten-Haus“ „Wild Living“. Spanien ich komme! Wir kommen! Ich hab Kopfschmerzen. Der Tag war schön. Wir waren in Marburg, sind kurz spazieren gegangen, haben ein Klavier abgeliefert und sind im Tegut einkaufen gegangen. Anschließend haben wir gekocht und uns mit Gemüsepfanne und Linsensuppending vollgefressen. Und dann noch mehr Süßes. In Bennis Beisein kann ich sogar meine Esssucht ausleben ohne mich groß schlecht zu fühlen. Ihm geht es mit dem Essen ähnlich wie mir. Sie mögen sich.

Autoaussicht Richtung Süden
Autoaussicht Richtung Süden

19.10.17

Morgen startet die Reise. Gerade ist das Auto noch in der Werkstatt. „Hoffentlich passt die Benzinpumpe, die ich bestellt habe.“ meinte der Werkstattmensch. Das hoffe ich auch. Ich bin wieder in Berlin bei Josephine und Momo. Es ist ein schönes Wiederankommen hier. Ich fühle mich gut entspannt, auch wenn die Federkernmatratze mir heute Nacht etwas zugesetzt hat. Momos Papa ist gerade hier, was mich mich etwas unfreier in der Wohnung fühlen lässt. (vielleicht muss hier auch nur ein „mich“ stehen) Ich warte gerade darauf, dass sie rausgehen und ich etwas Ruhe zum meditieren finden kann.

20.10.17

Wir reisen gleich ab. Ein kurzes Durchatmen zwischen Packen und Saubermachen. Die Wohnung von Josephine wird übergeben und dann holen wir Momo vom Kindergarten ab. Der Bus ist bepackt und sieht nun richtig lebendig aus. Auch der goldene Blume-des-Lebens-Aufkleber macht sich richtig gut auf dem blauen VW. Für Josephine und Momo beginnt die Reise heute. Für mich beginnt sie gefühlt erst Dienstag, da unsere ersten zwei Stationen meine Eltern sein werden. Trotzdem bin ich freudig gespannt auf unsere erste mittellange Autofahrt nach Leipzig.

Es ist Abend. Wir sind bei meiner Mama und haben große Mengen Backofengemüse gegessen. Momo ist meiner Mama gegenüber erstaunlich offen, dafür, dass sie tendenziell sehr introvertiert ist. Es fühlt sich alles sehr familiech an. „Familiär“ klingt weniger passend. Ich versuche viel darauf zu achten meinen eigenen Raum zu haben und zu wahren. Für die lange Reise wird das essenziell sein. Josephine sieht das auch so. Das ist super.

21.10.17

Momo und Josephine spielen gerade Friseur … ach nee, jetzt ist es Prinzessinenball. Mama, Frau und Kind auf engem Raum. Der Tag war sonnig und beinhaltete Spielplatz. Zum Glück habe ich nun fast keine To Dos mehr und kann mich auf das Jetzt mehr oder weniger einlassen. Mit Kind ist es auf jeden Fall alles anders. Ich werde mit mir konfrontiert. Darf loslassen lernen. Darf Grenzen setzen lernen. Darf lernen in dieser Dreierkonbination mich frei zu fühlen. Ein immer wiederkehrendes Thema.

Amuse-toi! Bon joué. Französisch Crashkurs vorm Schlafengehen. Naben dem Spanischlernen ein wenig mein verborgenes Französisch hervor zu locken, schadet auch nicht für die Durchreise nach Spanien. Vier Jahre hatte ich die Sprache mal in der Schule gelernt. Wenn ich mir jetzt wieder etwas anschaue, kommt mir vieles bekannt vor und ich kann auf Wissen aufbauen. Noch kurz meditieren und dann kuschel ich mich zu den bereits schlafenden Josephine und Momo ins Bett. Buenas Noches. Bonne nuit.

Spaziergang in Widdern
Spaziergang in Widdern

22.10.17

Next Stop Widdern. Es ist Abends. Habe kurz meditiert und nun ein paar wenige Minuten für mich alleine, bevor ich ins Bett gehe. Heute Nachmittag sind wir Reisegruppe bei meinem Papa angekommen. Es gab einige schöne Momente. Wir saßen im Wohnzimmer, Mit Edelgard, der Frau von meinem Papa, mein Opa kam auch noch dazu und mein Papa kochte in der Küche nebenan, die räumlich nicht wirklich vom Wohnzimmer getrennt ist. Die drei Frauen häkelten und schauten sich Youtube Tutorials an. Alle Generationen waren versammelt und machten ihr Ding an einem gemütlichen regnerischen Sonntag Nachmittag. Das fühlte sich heimelich an. Aber schnell werden auch wieder alte Muster getriggert. Es ist schön hier zu sein. Dass es nur zwei Nächte sein werden, ist aber auch gut. Die Wärme ruft – und jetzt das vorgewärmte Bett.

Gardinen bunt machen
Gardinen bunt machen

23.10.17

Frühstückstisch ohne Frühstück. Momo hat schon was gegessen. Ich möchte mein erstes (Obst-)Essen noch etwas herauszögern. Mein Papa schmiert sich gerade Brote. Edelgard ist schon aus dem Haus und auf Arbeit. Jetzt beginnt der Tag. Ich fühle mich etwas in der Luft hängend und genervt von Gerede, das mich nicht interessiert.

Bei einem kurzen Spaziergang durch das schöne alte Dörfchen, das offiziell die zweitkleinste Stadt Baden-Württembergs ist, sind wir Robin und Silke begegnet.

Wir haben gerade zu viert Gardinen für unser Auto bemalt. Ich darf wieder loslassen lernen und Momo drei von sechs Gardinen bemalen lassen. Es wird ein Kinderauto. Dazu darf ich lernen meinem Papa im Vortragsmodus zu beobachten. Ich nehme mich mal wieder zurück. So mach ich das ja gerne, wenn ich nicht weiß meine Wünsche klar auszuddrücken.

Gestern ist das Auto einmal wieder nicht ohne Gas angesprungen. Waren die 300 € für die Benzinpumpe unnötig? Die kommenden Tage werden es zeigen. Morgen fahren wir nach Hom burg zu Jakob. Einem langjärigen Freund von mir.

Published in Spanien

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