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Schlagwort: Bus

Reisemodus, Meer und Camping

29.10.17

Es ist Abend. Momo hat beide ihre Füße in einem von Tims Hausschuhen stecken. Ich hab den Abwasch gemacht um kurz mich aus der Kommunikation ausklinken zu können.

Tagsüber hab ich etwas Zeit am Computer verbrach und anschließend sind wir auf ein recht volles und lautes Straßenfest. Für Veganer gab es bis auf Pommes nichts zu essen. Viel Käse, viel Fleisch und etwas Baguette. Es ist manchmal anstrengend mich davon abzugrenzen. Vor allem wenn mir nahestehende Personen wie Josephine Dinge vor meinen Augen essen. Also habe ich einen Krümel Käse gegessen und zwei Schluck Cidre getrunken um mich danach schlecht zu fühlen. Auch das Gefühl ging schnell vorbei als ich mich kurz allein hingesetzt habe und Momo beim Riesentrompolinspringen, strahlen sah.

Willkommen in Spanien
Willkommen in Spanien

31.10.17

Momo ist noch am einschlafen. Ich tippe ein wenig. Wir stehen auf einem Parkplatz vor einer Felswand mit Wohnungshöhlen drin. Draußen ist noch viel Leben anderer „Camper“.

Gestern bin ich nicht zum schrieben gekommen. Gestern war ein langer Tag:

Wir sind morgens in Frankreich am Fuße der Pyrenäen losgefahren. Geplant war in eine Grotte zu gehen. Daraus ist dann spontan doch nicht gewordene und da wir eine falsche Abzweigung genommen haben, sind wir die schönste Autostrecke meines Lebens gefahren. Durch Zauberwälder in denen Feen und Zwerge wohnen, bis auf dem Gipfel mit eisig, nebliger Aussicht ins Tal. Auf der spanischen Seite begrüßte uns die Sonne durch den aufbrechenden Himmel. Wir sind schon fast da, aber noch ist es recht frisch. Wir suchen uns einen Parkplatz zum übernachten aus, doch als wir ankommen sind wir nicht so glücklich mit dem Ort. Polizei steht da und irgendwie wirkt die Gegend wie eine Mischung aus verlassen und doch nicht. Also noch mal spontane Planänderung: Schnell kochen und eine extra Strecke in der Dunkelheit bis zum Meer. Es macht Spaß mal im Dunkeln zu fahren. Momo schläft. Wir kommen auf einem Parkplatz mit Wohnmobilen spät Abends an. Viel von der Gegend durch die wir gefahren sind, haben wir nicht mitgekriegt, alles war schwarz.

Pause in den Pyrenäen
Pause in den Pyrenäen

Heute morgen wachen wir auf, öffnen die Gardinen und blicken aufs Meer. Wow. Eine schöne Morgenüberraschung. Nach dem Frühstück beschließen wir einen ruhigen Tag zu machen und vielleicht garnicht wirklich wo anders hinzufahren. Wir packen unsere Sachen und wollen nur schnell zum Strand. Nach einer kurzen Fahrt und sehr billigem Tanken finden wir einen relativ leeren Sandstrand in einer Kleinstadt. Atlantik, baden, Salzwasser. Wunderschönes Gefühl. Es ist mild. In der Sonne sehr angenehm. Noch einmal umparken, da wir im Parkverbot stehen. Das hab ich kurz mit Momo allein gemacht. Ab und zu haben wir gemeinsame Momente. Darüber freue ich mich sehr. Ich mag, dass wir uns näher kommen und mir Momo mehr und mehr vertraut.

Dann noch mal Planänderung: Weiterfahrt Richtung Süden. Wir wollen mehr Wärme und einen Ort finden an dem wir mal ein paar Tage bleiben können. Wir fahren durch karge Landschaft mit viel Industrie. So hab ich mir die spanische Welt vorgestellt. Und nun sind wir auf diesem Parkplatz mit den Felswohnungen. Da bin ich rumgeklettert. Das war neben dem Baden im Ozean mein Schönstes heute. Aus die Maus.

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01.11.17

Ich bin in einem Modus der funktioniert. Der Reisemodus. Schön schön. Gerade sitzen wir auf einem Campingplatz. Wir haben uns mal für „Luxus“ mit Strom und Internet entschieden. Es ist Feiertag in Spanien. Das durften wir feststellen, als wir vorm verschlossenen Supermarkt standen.

Unsere Autoroute führte uns heute durch kargste Landschaften mit noch mehr Industrie. Eine kurze Pause am Straßenrand. Josephine hatte einen Feigenbaum entdeckt. Leider keine Feigen dran, dafür ein Mensch mit Gewehr, der das Feld bewacht. Lieber weg hier und einen anderen Pinkelort suchen. Unser Campingplatz liegt zwischen einem See und dem Mittelmeer und dazu gibt’s hier ein Schwimmbad mit Rutsche. Wir entscheiden uns fürs Salzwasser. Reisen mit Frau und Kind funktioniert richtig gut. Momo ist super entspannt und macht fast alles mit. Josephine sowieso. Vielleicht steuern wir morgen oder übermorgen einen Ort an, an dem wir mal eine Weile bleiben können.

Aussicht aus dem Auto
Aussicht aus dem Auto
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