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Schlagwort: Essen

China, oh China.

Hallo deutschsprachige Welt und Googletranslaterwelt. Für jeden Tag veröffentliche ich mindestens eine Zeile Text. Immer öfter kommt es mir so vor, dass sich Dinge wiederholen und sich Unwichtiges einschleicht. Vielleicht werde ich in kommenden Beiträgen das Format ändern und eine Zusammenfassung für einen Zeitraum schreiben. Wer mag, kann mir dazu gerne Feedback geben.
Hier noch ein mal wie gehabt.

24.07.16
Noch den ganzen Tag scheint mein Verdauungstakt zu kämpfen zu haben. Das einzige worauf ich wirklich Lust habe ist Obst. Das ist gerade das Gute an der Krankheit. Meine Esslust ist fast nicht vorhanden und ich esse fast nur das nötigste. Den Tag verbringe ich wieder größtenteils im Bett. Nachdem ich gestern Hardcore Henry gesehen habe, den ich höchst unterhaltsam fand, schaue ich mir heute Hateful Eight an. Gefällt mir sehr gut.

25.07.16
Heute hat Shifu gemeint, dass die Zeremonie am Freitag anscheinend einigen nicht gefallen hat und er das nächstes Jahr nicht mehr machen wird. Er wollte uns Gutes tun und hat unterschätzt wie unterschiedlich Kulturen in der Hinsicht sein können.

26.07.16
Sommernächte können schlaflos sein. So die letzte und vielleicht auch diese. In der letzten musste ich mehrmals auf’s Klo rennen. Heute sind viele Störgeräusche mit denen mein Geist nicht zurecht kommen mag. Mücken kann ich mittlerweile recht problemlos töten. Ob das gut ist … Kopfhörer und gut Musik lassen mich die Umwelt ausblenden.

WangZhiGou Kung Fu Dorf Shaolin Tempel
WangZhiGou Kung Fu Dorf

27.07.16
Heute habe ich wieder keine Lust auf Sparring und übe stattdessen Formen. Ich bringe Mohammed, einem neuen Schüler aus dem Oman, ein wenig Tai Ji bei. Ich stelle wieder fest, dass mir Leuten etwas beibringen viel Spaß macht. Es sind wieder zwei neue Schüler angekommen. Einer davon wird ein Jahr hier bleiben. Davon gibt es immer nur sehr wenige. Er ist erst 17. Das finde ich leicht beeindruckend.

28.07.16
Powertrainingtag. Es gab schon schlimmere. Ich hab immer noch am meisten Probleme mit den Liegestützübungen. Ich habe das Gefühl, dass ein langes Fasten mir mit dem dabei helfen kann. Mein Nacken ist immer so verspannt. Weiter machen. Heute ist Peter wiedergekommen, ich mag ihn. Gerade schaue ich die Serie Death Note. Die erste Animeserie die mich fesselt.

29.07.16
Wow, es ist schon wieder eine Woche um. Diesmal ist es nicht nur eine Woche, sondern es sind die ersten drei Monate, die ich nun hier bin. Wenn die Zeit weiterhin so schnell vergeht, ist es schon bald Ende Oktober und ich werde nach Thailand gehen.
Ich habe mal wieder angenehmen Muskelkater. Im unteren Rücken. Das ist super, dort brauche ich dringend mehr Muskulatur.

30.07.16
Manchmal mag ich Menschen. Manchmal mag ich sie nicht. Meistens mag ich sie nicht, wenn sie reden. Wenn sie schweigen, sind sie mir sympathischer. Ich interagiere gerne mit ihnen. Sich gegenseitig anschauen, berühren und gemeinsam bewegen ist spannend. Auch eine gute Unterhaltung mag nicht schaden, doch die sind rar. Deshalb meide ich oft Menschengruppen. Sollte ich das veröffentlichen?

Kung Fu Show Shaolin Tempel
Kung Fu Show

31.07.16
Ich gehe auf die Suche nach Bananenchips in den kleinen Läden hier im Dorf. Im zweiten Laden Suche ich recht lange, kann nichts finden und kaufe dann aus Höflichkeit etwas anderes kleines. Ich gebe der Verkäuferin 5 Kuai und weiß, dass es 4 Kuai kostet. Sie behält das Geld. Nach dem ich sie darauf hinweise, dass es 4 Kuai kostet, meint sie: nein, 5. Solche Situationen fallen mir schwer. Ich mag Leute nicht, die sich so verhalten. Ich werde dort nicht mehr einkaufen. Auch wenn 1 Kuai nicht mal 20 Cent sind. Das gehört sich nicht.
Heute sind wir in einer kleinen Gruppe zu einer Kung Fu Show gegangen. Die Show ging vielleicht 20 Minuten. Keine drei Euro hat es gekostet, das war der Grund warum ich mitgegangen bin. Sehr begeistert war ich nicht. Ich schien das alles schon mal gesehen zu haben. Die Performance war größtenteils gut, aber das gewisse Etwas hat gefehlt. Die Show ist vier mal täglich und dementsprechend begeistert sahen die Performenden auch aus. Als die Show fertig war, wurden wir durch einen Gang der von dutzenden Merchandisingständen gesäumt war, geschleust. Wieder ein mal typisch China.

01.08.16
Ich mag das essen hier langsam nicht mehr so sehr. Nach drei Monaten oft das gleiche, wünsche ich mir mehr Abwechslung und mehr das, worauf ich gerade Lust habe. Immer öfter kommt mir das Essen zu fettig und zu salzig vor.
Heute ist wieder ein guter Tag. Gegen Ende des zweiten Trainings fühle ich mich plötzlich federleicht. Mein ganzer Körper scheint kaum noch etwas zu wiegen. Heute Abend bin ich super motiviert und möchte gerne viel neues lernen. Ein Hoch.
Ich habe mich nun für einen Vipassanakurs im November in Thailand angemeldet. Darauf freue ich mich.

02.08.16
Meine Hüften tun bei vielen Bewegungen weh. Sie müssen sich nun an viel mehr Flexibilität gewöhnen. Ich möchte gerne meine Tai Ji Formen verbessern und besonders niedrige Beinstellungen machen können. Und den hohen Tritt in der Luft halten können. Training, Training. Nachts kann ich im Moment schlecht schlafen. Hitze Geräusche und Moskitos erschweren das Leben. Also schlafe ich nach Frühstück und Mittagessen.

Merchandise Shaolin Tempel
Merchandise Shaolin Tempel

03.08.16
Jetzt ist Libellensaison. Seit gestern schwirren sie in Scharen durch die Luft.

04.08.16
Eigentlich immer scheue ich mich vor dem Powertraining. Wenn es dann aber vorbei ist fühle ich mich stets super. So wie auch gerade. Ich bin wieder hochmotiviert und denke, dass ich nach Thailand direkt wieder hier her gehe und das zweite halbe Jahr zu Ende bringen möchte.
Seit gestern ist eine Zehnergruppe Spanier hier. Zum Glück bleiben sie nur 10 Tage, denn wir sind insgesamt zu viele Schüler. Darunter leidet dann etwas die Qualität des Unterrichts.

05.08.16
Als mein Duschgel sich dem Ende neigt habe ich hier in China neues gekauft. Das hat mir nicht gefallen und habe aufgehört es zu benutzen. Nun habe ich mich seit über einem Monat nur noch mit Wasser gewaschen. Ich fühle mich sauber.

06.08.16
Dengfeng – die Stadt des Kung Fu. Heute ist es auch die Stadt des Geldausgebens. Meine letzten 200 Kuai habe ich heute für ein wenig Wohlfühlen genutzt. Obst und Co. Im Supermarkt, anschließend meine erste Massage hier. Eine Stunde 60 Kuai, ca. 8 €. Kuai ist übrigens umgangssprachlich. Die eigentliche Währung heißt Renminbi bzw. Yuan. Zum Schluss noch eine große Portion Dumplings und mit dem Taxi zurück.
Mein vermeintlicher Kreditkarten PIN Code war doch keiner. Jetzt muss ich mir erst einen besorgen, damit ich Geld abheben kann. Bargeld wechseln war beim letzten mal so umständlich, dass ich es wenn möglich vermeiden möchte.

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neue kleine Erkenntnisse Tag für Tag

13.06.16
Heute Nachmittag war Sandatraining besonders ungut. Die lokale Recyclinganlage hat mal wieder den Müll verbrannt. So schlimm hat es bisher noch nie gerochen. Als ob eine riesige Ladung Autoreifen in Flammen stünde. In jeder möglichen Sekunde habe ich mir das T-Shirt vor die Nase gehalten. Bis auf Alex hat das sonst niemand gemacht. Ich frag mich, wie die das Training überstanden haben. Nach ca. einer Stunde war die Luft wieder klarer. Ich hatte ein komisches Gefühl im Hals und etwas Kopfschmerzen. Vielleicht war es auch zum Teil mein Kopf der einen Widerwillen entwickelt hat bei dem Gestank zu trainieren.
Ich weiß nicht ob mein English hier besser oder schlechter wird. Ich spreche zwar fast ausschließlich English, aber einige sprechen es so schlecht, dass ich manchmal das Gefühl habe mir auch die schlechten Fähigkeiten abzugucken.

14.06.16
An diesem Tag habe ich nichts geschrieben. Ich schreibe einen Tag rückwirkend. Mein Qi ist mal wieder schwächer. Der Tag ist recht entspannt. Alle sind gut drauf. Spannende Zeilen.

15.06.16
Die letzten drei Nächte hab ich sehr unruhig geschlafen. Ständig wache ich auf und drehe mich von Seite zu Seite. Es fühlt sich so an, als ob mein Körper viel regeneriert. Sobald sich ich mich sehr entspanne, fängt alles an sich eigenartig anzufühlen. Muskelzucken, Kribbeln und andere schwer beschreibbare Empfindungen. Ich habe leichte Kopfschmerzen. Eigenartig.
Heute war wieder Sparrinngtag. Ich musste wieder gegen Sam kämpfen. War wieder recht einfach. Und eine Runde gegen Locke. Während des Sparrings kam ein neuer Schüler aus Ungarn an. Peter. Er wird sechs Monate hier bleiben. Er hat schon viel Martial Arts Erfahrung, hat sogar ein paar „Cage Fights“ gemacht. Er hat auch direkt beim Sparring mitgemacht. Er ist wohl der erfahrenste Kämpfer von allen Schülern hier. Beeindruckend. Er hat sogar Shifu zu Boden geworfen.
Es ist wieder ein freudiger Tag mit guter Laune. Ich merke, dass ich immer entspannter werde. Dennoch hab ich eben in sozialen Interaktionen gemerkt, wie sich manchmal leichte Spannung in meinem Körper aufbaut. Vielleicht hilft mir das körperliche Training damit besser umgehen zu lernen und wieder schneller zu entspannen. Jetzt ist schon fast Schlafenszeit. Gerade habe ich mich so fit gefühlt, dass ich Powertraining machen wollte. Die Energie hebe ich mir lieber für morgen auf.

16.06.16
Lebe im Moment. Daran muss ich mich immer wieder erinnern.
An jedem meiner Unterarme befindet sich ein riesiger angeschwollener blauer Fleck vom Sparring gestern. Nach dem einen Jahr werden meine Unterarme stählern sein.
Heute gab’s sowas wie einen Frühjahrsputz für mich. Statt dem morgendlichen Training habe ich die meisten Winkel meines Zimmers gereinigt. Sogar Fenster habe ich geputzt, was ich bei mir zu Hause mehr als ein Jahr lang nicht gemacht habe.
Jetzt kommt vielleicht wieder etwas Spannendes. Während des Powertrainings bin ich mit Alex ins Gespräch gekommen. Es gibt eine Übung, die ich nicht ansatzweise schaffe. Langsame Liegestütze. Das heißt Liegestütz bis runter und unten eine Minute lang halten. Nachdem davor schon einige andere Übungen gemacht wurden. Ich schaffe nicht mal 20 Sekunden. Da Alex der Powermensch ist fragte ich ihn, ob er die Übung schafft. Er meinte es sei kein Problem für ihn. Es sei alles nur eine Kopfsache. Ich bin ja auch stark dafür, dass alles nur eine Kopfsache ist, aber in dem Moment dachte ich mir: Das meiste ist zwar eine Kopfsache, aber es gibt auch physische Grenzen. Er sagte, ich habe wohl einfach den Part meines Gehirns nicht trainiert, der für meine Liegestützmuskeln verantwortlich ist. Da machte es ein kleines Klick in meinem Kopf. Ich habe mittlerweile schon recht viele Liegestütze in meinem Leben gemacht und dafür kann ich sie noch nicht besonders gut. Mein Nacken ist der wohl verspannteste Bereich in meinem Körper und sehr wichtig dafür. In bestimmten sozialen Situationen ist das der Bereich, in dem ich am ehesten Spannung verspüre. Es hat alles ein wenig mehr Sinn ergeben. Dinge, die ich eigentlich schon wusste haben sich neu zusammengesetzt und ein weiteren Beitrag zum Zusammensetzen des Puzzles beigetragen.
Nach dem Powertraining hat mich Peter massiert. Er kann das sehr gut und hat eine fiese Stelle unterhalb meines linken Schulterblatts massiert. Es war sehr Schmerzhaft. Genau die Stelle, die für die ganzen Verspannungen hauptverantwortlich ist. Ich bin gespannt auf weitere Erkenntnisse. Ich muss mich immer wieder daran erinnern, dass ich nichts weiß und noch so unglaublich viel von allen Menschen lernen kann.

17.06.16
Nun scheint es langsam richtig heiß zu werden. Heute Nacht haben anscheinend die meisten schlecht geschlafen. So auch ich. Ich fühle mich nach dem Aufwachen besonders müde.
Die Schule wird immer sozialer. Heute sind schon wieder drei neue Schüler gekommen. Zwei Teenager aus Russland und ein Äthiopier. Hier sind gerade Schüler aus mehr als 10 verschiedenen Nationen. Doch sind alle irgendwie gleich. Den größten Unterschied verspüre ich zu den Einheimischen. Vermutlich aber auch nur wegen mangelhafter Kommunikation. Schon wieder super viel gegessen.
Auf der einen Seite mag ich das sozialere Leben. Auf der anderen Seite habe ich auch das Gefühl mich darin manchmal zu verlieren und Dinge zu tun, die unnötig sind. Auch ein Verlangen nach Bestätigung. Die Balance finden.

18.06.16
Heute ist außer Sonnenbaden und Fargo schauen nicht viel passiert. Schon wieder ist ein neuer Schüler angekommen. Wir nähern uns langsam der 30 Schüler.

19.06.16
Gestern Mittag war mein letztes Essen. Heute Mittag hab ich im Hof ein wenig chinesisches Schach mit Anja gespielt und dabei erfahren, dass wohl die meisten diese Woche ihr Bi Gu Fasten starten. Also doch auch ich wohl früher als erwartet. Heute Abend werde ich eine Kleinigkeit essen. Morgen dann auch noch mal ein wenig essen und Shifu darum bitten mir den Rest der Tai Chi 24 Form beizubringen, damit ich es während des Fastens üben kann. Ich werde also vermutlich morgen den letzten Tag meinen Computer und damit mein digitales Tagebuch zur Verfügung haben. Irgendwie ist das gerade alles so plötzlich. Aber na gut, ich freu mich aufs Fasten. Mindestens 10 Tage möchte ich es machen. Der nächste Blogbeirtag wird voraussichtlich in zwei Wochen erscheinen.

20.06.16
Gerade habe ich Shifu gesagt, dass ich gerne ab morgen zehn Tage fasten möchte. Hier wird es Bi Gu genannt. Er meinte, dass zehn Tage zu viel seien, ich solle drei Tage machen. Da ich es schon einmal vier Tage gemacht habe, konnte ich ihn davon überzeugen wenigstens für sieben Tage die Erlaubnis zu kriegen. Vielleicht kann ich in ein paar Monaten dann noch mal länger Fasten.

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vegan vegan

Auch ich probiere es aus wie es ist sich gänzlich ohne tierische Produkte zu ernähren. Man könnte es auch als vegane Ernährung bezeichnen. Auch wenn ich mich mit dem Wort „vegan“ ein wenig schwer tue. Kein Käse und keine Sahne, ich dachte mir würde es schwerer fallen. Nun esse ich es einfach nicht mehr. Vermissen tue ich nichts. Vielleicht ist es nicht für jeden etwas und eventuell ist es garnicht verkehrt ein wenig Tier zu essen. Doch der gemeine Massenkonsum an Fleisch- und Milchprodukten, kann laut meinem Kopf nicht gut sein, vor allem nicht gut für unsere Umwelt, die darunter leidet. Und deswegen kann es bestimmt nicht schaden einen Ausgleich dazu zu schaffen.
Macht euch eure eigene Meinung. Probiert es vielleicht mal aus.

Die Doku mag ich: cowspiracy
Auch in voller länge und auf Deutsch auf Vimeo  zu finden.

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4 Tage Fasten

Das Thema Fasten begeistert mich gerade. Ich möchte mehr übers Fasten lernen und dass kann ich am besten, indem ich selbst die Erfahrung mache wie es sich anfühlt zu fasten.

Nach meinen nun mehreren eintägigen Versuchen hatte ich beschlossen 10 Tage lang zu fasten. Wie das ganze grob ausgegangen ist, könnt ihr schon der Überschrift entnehmen.
Nur Wasser trinken, sonst nichts zu mir nehmen. 10 Tage lang sollte das doch machbar sein. Ich habe mich ein bisschen vorbereitet und schon zwei Tage vorher etwas weniger gegessen, möglichst Rohkost, möglichst gut kauen. Dazu waren es auch noch zwei sehr sportreiche Tage. Dann kam der erste Fastentag. Er war etwas schwieriger als sonst. Zumindest mental war er anders. Der Gedanke daran, dass ich nicht einfach mal einen Tag nichts essen werde, sondern nun wirklich zehn Tage nur von Wasser Luft und Liebe leben sollte, machte mir zu schaffen.
Am zweiten Tag fühlte ich mich etwas schwächlich, mental ging es mir etwas besser. Lust zu essen hatte ich dennoch.
Am dritten Tag war ich wieder recht fit. Ich hatte das Gefühl, dass ich gar keine Nahrung brauche um zu überleben. Ich hatte weiterhin riesige Lust leckere Dinge zu verspeisen, aber es war nur ein starkes Verlangen. Ein Verlangen, das immer stärker wurde und ich schon fast entschieden hatte, ich möchte die 10 Tage nicht durchziehen, eine Woche sollte reichen. Ich war die meiste Zeit zu hause in meinem Zimmer und hatte die Meinung ich könne nichts sinnvolles Produktives machen, solange ich alle paar Minuten oder gar alle paar Sekunden, diese Gier nach Essen verspüre. Deshalb konnte ich nicht anders als einem anderen Verlangen nachzugeben. Ich installierte mir wieder ein Computerspiel und lenkte mich damit ab. Oder vielleicht besser gesagt, befriedigte meine Fressgier mittels Computerspielen. Das hat erstaunlich gut funktioniert, gut ging es mir damit aber nicht. Worin besteht der Sinn vom Fasten, wenn das das Ergebnis sein sollte?
Nachdem auch Tag vier keine Änderung in mein Spielverhalten brachte, beschloss ich an Tag fünf wieder mit der Nahrungsaufnahme anzufangen.
Und so sollte meine erstes Fastenerlebnis, das mehr als 36 Stunden dauerte, enden.

In dem oben stehenden Video beschreibe ich weniger den Ablauf meines Experiments und mehr meine Beweggründe und was es mit mir gemacht hat.

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eintägiges Wasserfasten

Am Tag zuvor achte ich darauf möglichst früh mein Abendessen zu mir zu nehmen. Am besten spätestens 18 Uhr.Den Fastentag starte ich wie jeden Tag mit einem großen Glas Wasser. Anschließend mache ich ein wenig Aufwärmsport und meditiere dann eine Stunde lang.

Den Tag über werde ich immer mit Essen konfrontiert. Da ich in einer WG lebe und auch nicht meinen sozialen Kontakt des Fastens wegen entsagen möchte, habe ich stetig die Versuchung vor Augen und vor Nase. Doch auf eine gewisse Weise finde ich das gut. Denn mein Hauptgrund warum ich diesen einen Fastentag in der Woche eingeführt habe, ist meine Gier nach Essen. Ich esse oft über meinen Hunger hinaus. Ich esse sehr gerne und schmecke gerne leckeres Essen. Das hat dann oftmals zur Folge, dass ich so viel zu mir genommen habe, dass ich danach schlapp, müde und vollgefressen vor mich hin vegetiere. Mein Körper braucht Energie um zu verdauen und mein Kopf fühlt sich dementsprechend auch sehr benebelt und unmotiviert.

Das ist doch sinnlose, unnötig und Verschwendung denke ich mir. Nun möchte ich lernen diese Gier zu bändigen und einen gesünderen Umgang mit meiner Nahrung zu handhaben. Dafür finde ich es hilfreich, wenn ich während des Fastens mit Leckereien umgeben bin. Das zwingt mich dazu, mich mit meiner Gier, meinem Verlangen nach all dem, auseinander zu setzen.

Neben dem weniger Gierigsein, hat dieses eintätige Fasten auch noch andere Auswirkungen:
Das Meditieren fällt mir deutlich leichter und es ist meist intensiver als an anderen Tagen. Mein Körper braucht weniger Energie zum Verdauen und kann somit mehr Fokus auf das Gehirn legen.
Mein Körper hat an diesem Tag auch die Chance einige Regenerations- und Heilungsprozesse anzuwerfen, zu denen er sonst vor lauter Verdauen gar nicht erst zu kommt.
Die Nacht nach dem Wassertrinktag Ist meist für mich besonders erholsam. Ich schlafe ein paar Stunden weniger als gewöhnlich, wache vor dem Weckerklingeln auf und fühle mich fit, munter und ausgeschlafen. Hunger habe ich auch keinen, trotzdem fange ich wieder an mit Frühstücken …

 

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