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Schlagwort: Meditation

7 Tage Wasserfasten

Dies mal gibt es ein Video in Englisch, da ich denke, das Thema Wasserfasten könnte einige interessieren. Folgend könnt ihr ausführlich meine täglichen Erlebnisse während des Prozesses lesen. Auf Deutsch 🙂

21.06.15
Tag eins des Bi Gu Fasten. Der Tagesablauf wurde auf Sommertemperaturen umgestellt. Das erste Training ist jetzt schon 5 Uhr morgens. Für mich erst mal nur für die Aufstehzeit relevant. Lange habe ich keinen Stift mehr in die Hand genommen um mehr als ein paar wenige Zeilen zu schreiben. Ohne Computer kann man auch nicht so leicht Fehler und Ausdruck korrigieren. All das Handgeschriebene werde ich dann noch einmal abtippen, das was ihr nun lest.
Nachdem mein Darm zum Großteil leer ist, wiege ich nun an Tag eins 72 kg. Ich denke mit dem wenig essen die letzen 2 ½ Tage bin ich ganz gut vorbereitet. Ich denke im Moment sehr viel. Es ist heiß. Gerade lag ich eine gute Stunde in der Sonne. Ich vegetiere vor mich hin, fühle mich leicht schwächlich.
Später am Tag. Ich wache auf und habe das starke Bedürfnis mir die Zähne zu putzen. Meine Zunge ist weiß. Über eine Stunde lang Atemübungen gemacht. Mein Körper kribbelt. Es fühlt sich gut an. Ich fühle mich. Immer sieben Sekunden einatmen, neun Sekunden ausatmen. Während des Schreibens fällt es mir schwer zu zählen. Es wird dunkel.

22.06.16
schwach bin ich ähnlich wie gestern. Ein weiteres guttuendes Sonnenbad. Es erscheinen gar keine roten Linien, wenn ich ein Wort auf Papier falsch schreibe. Ungewohnt. Dass ich schon öfter mal einen Tag lang und ein mal vier Tage lang gefastet habe, scheint mir zu helfen. Bisher habe ich kaum Verlangen nach Essen und wenn, dann vergeht es nach wenigen Sekunden. Über meinem Fenster ist seit heute so etwas wie eine Baustelle. Hoffentlich nicht all zu lange.
Manche Buchstaben schreibe ich schön, andere sind sehr krakelig. Mein Körper macht Dinge. Ich beginne den veränderten Heilungsprozess zu spüren. Wenn ich aufstehe wird mir kurz schummerig. Wenn ich liege geht es mir gut, oft auch wenn ich sitze.
Ich kann nicht einschlafen. So viel Lärm um mich herum. Hitze. Eine schlaflose Sommernacht mit Moskitos. Ich fühle mich fit. Meinen Kopf kriege ich mal wieder nicht beruhigt. Ich dachte, darin bin ich mittlerweile ganz gut. Anscheinend klappt es doch nicht immer. Schreiben macht Spaß. Den ganzen Tag mache ich fast nichts außer rumliegen, sitzen, fühlen, beobachten, sonnen und ein wenig Tai Chi und Qi Gong. Das Summen der Mücken ist anstrengend. Langsam wird die Welt um mich herum ruhiger. Immer mehr bin ich hellwach. Ich habe keinen Computer der mich ablenken kann. Im Moment wünsche ich mir ein wenig Input. Bilde ich mir das Summen manchmal nur ein?
Gerade geht mir China etwas auf die Nerven. Auch das wird sich wieder ändern. Ich denke öfter über den Plan nach, im Winter nach Thailand zu gehen und vielleicht auf einer Farm zu arbeiten. Mittlerweile ist es 1 Uhr. Ich bin auf Mückenjagd. Das erste mal seit Jahren, dass ich ein Tier töten möchte.

Aussicht hinter der Kung Fu Schule
Aussicht hinter der Kung Fu Schule

23.06.16
Die hoffentlich unangenehmste Nacht ist überstanden. Vielleicht zwei Stunden Schlaf wurden es. Dafür habe ich erstaunlich viel Energie. Lineup 5 Uhr. Gefühlte Temperatur 30°C bei 90% Luftfeuchte. Ich gehe eine Runde spazieren. Anschließend etwas Tai Chi und Siu Nim Tao. Ich kann immer noch nicht schlafen, also schreibe ich diese Zeilen. Vorhin bin ich ein mal zu schnell aufgestanden. Mir wurde fünf Sekunden lang schwarz vor Augen. Ein lustiges Erlebnis. Ich mag die Mittagspausen, in denen ist es sehr ruhig. Die meisten schlafen. Ich lauschen dem plätschernden Regen und fühle vor mich hin. Kopf und Körper werden leichter.
Die Baustelle macht heute nichts. Mein Urin ist erstaunlich hell. Dafür ist meine Zunge weiß. Ich hätte gedacht in den ersten Fastentagen mehr Dreck auszuscheiden.
Ich lerne zu atmen. Das ist eine große Erkenntnis für mich. Mein Leben lang wusste ich nicht richtig zu atmen. Jetzt lerne ich es langsam, Stück für Stück. Kopfstand tut gut und macht wach.

24.06.16
Nach ca. drei Stunden Schlaf bin ich wieder hellwach. Es ist 2:45. In gut zwei Stunden ist Lineup. Nach dem Aufwachen ist mein Urin orange. Gut so, denke ich. Ich habe viel Energie. Ich möchte laufen gehen. Es fühlt sich an als ob noch ein mini Rest Kacke in mir ist, der nicht raus möchte.
Ich wiege noch 70 kg.
Ich bin nach dem Lineup drei Runden gelaufen. Ziemlich schnell sogar. Das tat gut. Danach noch Tai Chi und Qi Gong, so konnte ich auch noch eine Stunde schlafen.
Heute habe ich kurz mein Schweigen gebrochen. Ich habe eine Kokosnuss von Anja gegen ein 1-Euro-Stück für das Fastenbrechen getauscht. Das Fasten an sich, das nicht essen, fällt mir leicht. Nur das Umfeld ist nich das Bestmöglichste. Viel Lärm. Alle Menschen reden. Gerade würde ich einfach gerne das Schweigen brechen. Es fühlt sich hier an dem Ort nicht angebracht an. Bei Vipassana schweigen alle und es ist ruhig, dort passt es gut. Hier sonder ich mich damit ein wenig unnötig von den anderen ab. Vielleicht habe ich auch nur ein Verlangen nach Input.

25.06.16
Heute Nach habe ich endlich mal fast durchgeschlafen. Mein Urin wird immer dunkler. Ich mag den Gedanken Gifte auszuscheiden. Nun kam doch noch der mini Rest Kacke raus. Noch 72 Stunden bis zu meinem ersten Bissen Obst. Es wird voraussichtlich eine Nashi werden. Jojo wird mir welche aus Dengfeng mitbringen. Danke dir Jojo.
Gestern Abend hatte ich seit Ewigkeiten wieder eine sehr intensive Meditation. Das Fasten kann den Geist ganz schön beruhigen. Ich wiege 69 kg.
Heute fühle ich mich bisher schwächer als gestern. Das kann sich bestimmt in den nächsten Stunden wieder ändern. Vielleicht stellt mein Körper gerade von Muskel- auf Fettverbrennung um. Das Wasser schmeckt mir gerade nicht.
Wow. Habe gerade ein paar Formen geübet und den Miniboxsack verprügelt. Ich habe mehr Energie als ich dachte, habe ein super Körpergefühl und bin unglaublich schnell.
Es ist 23:15, ich fühle mich mal wieder hellwach. Mein Körper ist leicht. Ich entspanne immer mehr. Stück für Stück lösen sich Knoten in mir. Ich habe das sicher Gefühl, dass ich meinen Körper sehr komplett mittels Fasten heilen kann. Meditationpraxis ist für das Fasten sehr hilfreich, aber bestimmt nicht für jeden notwendig. Vor allem gibt mir meine bisherige Erfahrung das Vertrauen und Verständnis, die Dinge die in meinem Körper passieren, zu akzeptieren und zu wissen, dass sie der Heilungsprozess sind.

26.06.16
Diese Nacht habe ich schlecht geschlafen. Immer weider bin ich aufgewacht und habe mich im Halbschlaf befunden. Mein Körper wollte wach sein und mein Geist schlafen und träumen. Es war ein eigenartiger Zustand zwischen Realität und Traumwelt. Irgendwo dazwischen fühlte ich mich gefangen.
Der Morgen beginnt anstrengend. Die Baustelle hat heute ihren Schlagbohrer rausgeholt. Drei Stunden in denen ich lernen kann starke Störungen zu akzeptieren und mich nicht davon beeinflussen zu lassen. Ich habe eine Mücke getötet, es fühlt sich gar nicht so gut an. Schon wieder fühle ich mich zu wach, auch wenn ich gerne schlafen würde. Vermutlich will ich auch nur schlafen um die Zeit zu überbrücken und schneller vergehen zu lassen, damit ich nicht mit den Geräuschen und dem Nichtstun konfrontiert werde. Im moment mag ich Tag deutlich mehr als Nacht. Morgen ist der letzte Fastentag. Ich freue mich auf meinen ersten Bissen Nashi.

Stilleben in China
Stilleben in China

27.06.16
Ich habe eine heilige Nacht hinter mir. Nur eine Stunde Schlaf sollte es werden, den Rest habe ich mit meditativer Bewegung verbracht. Alle möglichen Muskeln die ich sonstm eist vernachlässige habe ich in Bewegung versetzt und von ihren Verklemmungen befreit. Wer mich gesehen hätte, könnte gedacht haben, ich sei von Dämonen besessen. Belohnt wurde das ganze mit dem bisher befreitesten Körpergefühl, dass ich jemals hatte.
Es wurde doch noch eine weitere Stunde Schlaf vor dem ersten Lineup. Erstaunlich wie viel man in einer Stunde träumen kann. Es war sehr lebhaft. Ich sollte mir keine Illusionen machen, dass dieser super entspannte Zustand dauerhaft anhalten wird. Nach dem Schlaf sieht es schon wieder leicht verspannter aus. Ich habe nun wieder einiges über meinen Körper und Geist erfahren und habe nun ein bisschen mehr Ahnung auf welcher Weise ich mir gut tun kann.
Die Waage, mit der ich mich wiege, spinnt. Ich glaube ich bin jetzt bei 67 kg, sicher bin ich mir allerdings nicht.
Ich bin gespannt darauf wieder mit den Leuten zu kommunizieren. Außerdem interessiert mich was alles bei noch deutlich längerem Fasten passieren kann. Das werde ich dann vielleicht nächstes Jahr machen. Ich freue mich auf morgen ein bisschen wie als Kind auf Weihnachten. Allerdings gar nicht unbedingt wegen des Essens. Mehr freue ich mich wieder mit den anderen reden zu können und nicht der eine zu sein, der alle ignoriert. Das passt hier, finde ich, einfach nicht hin.
Der letzte Fastentag neigt sich dem Ende entgegen. Ich fühle mich lockerflockig leicht. Nun bin ich darauf gespannt, wie ich mich fühlen werde, wenn ich wieder Nahrungsenergie zu mir nehme. Mein Geist ist verhältnismäßig sehr ruhig. Ich bin ultimativ entspannt. Ob ich der Verantwortung der Entspannung gewachsen bin? Es erfordert ein hohes Maß an Wachheit und Klarheit.

28.06.15
Das Fasten ist beendet. Die ersten Worte sind wieder gesprochen. Ich will zurück in meine stille Blase. Kommunizieren ist anstrengend und kompliziert. Sollte es nicht auch einfach gehen? Denken verbraucht viel Energie. Das sollte ich stark reduzieren.
Ich wiege nun irgendetwas zwischen 66,5 kg. Die Waage ist sehr ungenau. So wenig habe ich bestimmt seit über zehn Jahren nicht mehr gewogen. 5-6 kg in einer Woche abgenommen. Nun habe ich mein erstes bisschen Essen zu mir genommen. Eine Nashi. Das ist eine Mischung aus Apfel und Birne. Es war gut. Nach nur einem Obst fühle ich mich gut gefüllt. Weitere Unterhaltungen. Auf einer Tastatur zu schreiben fühlt sich auf ein mal etwas eigenartig an. Der Bezug zu den Worten ist anders. Ich muss nicht auf die Stelle schauen auf der ich schreibe. Jeder Buchstabe ist anonymer.
Zum Mittag gab es eine halbe Kokosnuss und noch eine Nashi.
Und schon bin ich wieder in der anderen Welt. Mehr Input, etwas weniger Fokus. Mehr Verlangen nach Kleinigkeiten. Noch nehme ich es gut wahr und lasse mich nicht überwältigen. Jetzt gilt es diese Ausdauer und Wachsamkeit zumindest ein wenig aufrecht zu erhalten.
Aus dem Fasten habe ich immer noch nicht gelernt wie sich Hunger anfühlt und wann mein Körper wirklich Essen braucht. Wieviel mir gut tut und wann es nur ein Verlangen ist. Viel zu lernen es gibt.
Nachmittag habe ich schon das erste mal wieder ein wenig trainiert. Nach dem Warmup das Stretching war super. So flexibel war ich noch nie ansatzweise. Ich kann nun mit meiner Fußsohle meinen Hinterkopf berühren und schaffe fas einen Spagat in beide Richtungen. Die Wunderheilung Fasten.Wing Chun mit Wu Shifu. Es hat mich an einem Punkt total an meine Grenzen gebracht. Meine Lunge hat ein eigenartiges Schmerzgefühl entwickelt. Meine Atmung wurde sehr tief. Etwas wurde in Gang gesetzt und befreit. Ich brauchte eine Pause. Danach ging es mir super. Es ist alles der Kopf. Wir müssen uns nur auf die Empfindungen einlassen und sie werden sich lösen. Wir sind konditioniert nicht zu fühlen und unsere Empfindungen zu unterdrücken. Dadurch erzeugen wir so viele Verspannungen und Komplexe. Diese kann man lösen.
Zu Abend gab es das erste gekochte Essen. Der erste bissen hat so übertrieben salzig geschmeckt. Ungesund salzig. Für die anderen war es normal. Ich glaube ich sollte darauf achten nicht zu viel Salz zu mir zu nehmen, befürchte aber, dass so lange ich hier bin, das nicht möglich sein wird.

29.06.16
Heute Nacht habe ich tief und fest geschlafen, ich war sehr müde. Morgens fühle ich mich ein wenig Kraftlos. Auch nach dem Frühstück schlafe ich noch ein mal. Ich erhöhe langsam meine Nahrungszufuhr. Dann das Zweite Morgentraining fühle ich mich immer noch ein wenig schlapp. Wir machen einen längeren Spaziergang zu den Dragon Pool, ein bisschen Wasser bei den Bergen, und trainieren dort Hard Qi Gong. Es ist ein schöner Ort.
Nach dem Mittagessen noch ein mal ausgiebig ruhen. Ich weiß noch nicht ob es an dem Verdauen oder daran liegt, dass ich wieder trainiere, dass ich so müde bin. Fit fühle ich mich nicht. Mein rechter fuß tut weh. Das macht er jetzt schon einige Wochen. Gerade spür ich es mehr. Ich bin mir nicht sicher ob es ein gutes Heilungszeichen ist oder nicht. Jeder Schritt schmerzt im Fußballen.
Vor drei Tagen hab ich teilweise noch die Stunden gezählz und alles hat sich oft so langsam hingezogen. Jetzt habe ich direkt wieder kaum genug Pause. Abends lege ich mich am besten gleich schlafen. Morgen früh ist Grading das zweite. Ich fühle mich nicht gut vorbereitet dank der Fastenpause. Egal. Grading ist mir nicht wichtig. Versuche ich mir zu glauben.

Haus in China Shaolin Tempel Dorf
Haus in China Shaolin Tempel Dorf

30.06.16
Heute Nacht habe ich super geschlafen. Ich konnte die ganze Zeit auf dem Rücken liegen und habe mich super entspannt gefühlt. Wundervoll. Meinem Rücken wird es immer besser gehen. Ich kann es gar nicht recht abwarten ein längeres Fasten zu machen. Bis dahin habe ich hier die perfekte Umgebung meine Muskeln aufzubauen. Gestern habe ich die Stabform fertiggelernt. Ich war ganz schön langsam. Egal. Heute dann das Grading. Ich habe Stab, Siu Nim Tao und Tai Chi 24 vorgeführt. Tai Chi haben wir alle gemeinsam in der Gruppe demonstriert. Ich möchte die Stab Form noch verbessern. Ich bin nich zufrieden mit meinem bisherigen Können. Vor allem die Positionen in den Formen bei den ich sehr Tief gehen muss fallen mir schwer. Dafür müssen meine Beine noch stärker werden.
Da mein rechter Fuß immer noch so eigenartig weh tut und wie es sich anfühlt auch noch eine Weile weh tun wird, habe ich heute Powertraining alleine auf dem Dach gemacht. Das ist das erste mal, dass ich komplett mein eigenes Ding beim Trainieren gemacht habe. Es war auch mal gut. Es war vielleicht nicht ganz so anstrengend, wie wenn ich es mit den anderen mitgemacht habe, dennoch habe ich mich gut genug selbst motivieren können intensiv zu trainieren.
Ich esse im Moment deutlich weniger als vor dem Fasten. Vor allem die Süßigkeiten nach der Mahlzeit sind weggefallen und danach habe ich auch keinerlei Verlangen im Moment. Ich möchte raffinierten Zucker nun vermeiden und stattdessen Früchte essen. Die tun mir gerade sehr gut. Ich kaue alles sehr langsam. Dadurch bekomme ich ein besseres Gefühl für meine Magenfülle und ich habe auch einen langen Prozess des Genießens ohne mich überessen zu müssen. Ich hoffe das kann ich möglichst lange aufrecht erhalten.
Während und nach des Essens hatte ich eine lange angenehme Unterhaltung mit Daniela. The girl next door. Ich mag sie.

01.07.16
Der erste Tag des neuen Monats beginnt ruhig. Alle gehen Bergsteigen. Mein Fuß ist noch am schmerzen, also bleibe ich in der Schule und mache ein paar Übungen für mich alleine. Jojo ist auch noch da. Es fühlt sich schon wie Wochenende an. Ich merke jetzt schneller, wenn ich zu viel esse. Allerdings merke ich auch, dass ich ein Verlangen nach essen nicht 100% unter Kontrolle habe. Ich habe das Gefühl, dass das Essen was hier hier kriegen, nicht ganz meinen neuen, bzw. meinen eigentlichen Bedürfnissen entspricht. Es ist lecker und die Qualität stimmt denke ich auch,, aber momentan ist mir nach viel frischem Gemüse und Obst. Also kaufe ich mir nach dem Mittagessen noch ein wenig Obst, da meine Nashis nun aufgegessen sind. Das Obst ist hier im Dorf sehr teuer und ich mistraue ihm sehr. Nach dem Pfirsichessen, obwohl ich ihn geschält habe, habe ich einen pelzigen Film im Mund. Die meisten Früchte bisher haben leicht eigenartig geschmeckt. Da muss ich jetzt wohl so lange ich hier bin durch. Heute Nachmittag war wieder etwas Freestyle Training. Ich habe u.a. ein bisschen trainiert so tiefe Beinposen wie möglich zu machen und hab es so gut hingekriegt wie noch nie.

02.07.16
Tanyin hatte gestern Geburtstag. Also gab’s zum Frühstück eine Torte. Ich konnte nicht nein sagen und habe ein ganz kleines Stück gegessen. Sofort habe ich mehr Verlangen nach Zucker. Davor hatte ich nur das Bedürfnis Obst zu essen, jetzt sind es wieder Süßigkeiten. So schnell geht es wieder. Mal schauen was die nächsten Tage mit sich bringen.
Dafür habe ich direkt mal wieder das Abendessen ausfallen lassen. Berichte ich hier mehr über Essen als über das Kung Fu Training? Scheint mir gerade sehr wichtig zu sein. Kein bisschen trainiert habe ich.

Zu Schluss noch ein paar Verweise die auch in der Videobeschreibung enthalten sind.
Website der Kung Fu Schule
Songshan Shaolin Temple Traditional Wushu Acadamy
Mein früherer Wasserfastenversuch
4 Tage Wasserfasten
Hilfreiche Informationen zum Thema Wasserfasten
Loren Lockman Youtube Videos

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eintägiges Wasserfasten

Am Tag zuvor achte ich darauf möglichst früh mein Abendessen zu mir zu nehmen. Am besten spätestens 18 Uhr.Den Fastentag starte ich wie jeden Tag mit einem großen Glas Wasser. Anschließend mache ich ein wenig Aufwärmsport und meditiere dann eine Stunde lang.

Den Tag über werde ich immer mit Essen konfrontiert. Da ich in einer WG lebe und auch nicht meinen sozialen Kontakt des Fastens wegen entsagen möchte, habe ich stetig die Versuchung vor Augen und vor Nase. Doch auf eine gewisse Weise finde ich das gut. Denn mein Hauptgrund warum ich diesen einen Fastentag in der Woche eingeführt habe, ist meine Gier nach Essen. Ich esse oft über meinen Hunger hinaus. Ich esse sehr gerne und schmecke gerne leckeres Essen. Das hat dann oftmals zur Folge, dass ich so viel zu mir genommen habe, dass ich danach schlapp, müde und vollgefressen vor mich hin vegetiere. Mein Körper braucht Energie um zu verdauen und mein Kopf fühlt sich dementsprechend auch sehr benebelt und unmotiviert.

Das ist doch sinnlose, unnötig und Verschwendung denke ich mir. Nun möchte ich lernen diese Gier zu bändigen und einen gesünderen Umgang mit meiner Nahrung zu handhaben. Dafür finde ich es hilfreich, wenn ich während des Fastens mit Leckereien umgeben bin. Das zwingt mich dazu, mich mit meiner Gier, meinem Verlangen nach all dem, auseinander zu setzen.

Neben dem weniger Gierigsein, hat dieses eintätige Fasten auch noch andere Auswirkungen:
Das Meditieren fällt mir deutlich leichter und es ist meist intensiver als an anderen Tagen. Mein Körper braucht weniger Energie zum Verdauen und kann somit mehr Fokus auf das Gehirn legen.
Mein Körper hat an diesem Tag auch die Chance einige Regenerations- und Heilungsprozesse anzuwerfen, zu denen er sonst vor lauter Verdauen gar nicht erst zu kommt.
Die Nacht nach dem Wassertrinktag Ist meist für mich besonders erholsam. Ich schlafe ein paar Stunden weniger als gewöhnlich, wache vor dem Weckerklingeln auf und fühle mich fit, munter und ausgeschlafen. Hunger habe ich auch keinen, trotzdem fange ich wieder an mit Frühstücken …

 

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10 Tage Meditation Vipassana 2.0

Ich bin wieder frisch zurück von einem Vipassana Kurs. Noch fühle ich mich klar, entspannt und meine Gehirnaktivität ist sehr weit runtergefahren. Mein Kopf ist relativ frei von überflüssigen Gedanken und wenn einer entsteht, so vergeht er sehr schnell wieder.

9 Tage lang habe ich geschwiegen und am 10. Tag durfte wieder gesprochen werden. Mein Bedürfnis nach reden war aber kaum vorhanden. Das Schweigen war schön und gut. Keine sozialen vermeintlichen Verpflichtungen, kein Augenkontakt, kein Smalltalk. Nur ich selbst mit mir, meinen Gedanken, meiner Atmung, meinen Empfindungen in meinem Körper und meinen anderen Sinnen. Reduzierung auf das Wesentliche. Sorgen musste ich mich um nichts, Essen wurde mir serviert, Dusche, Toilette und Bett war auch vorhanden. Wenn ich nicht in der Meditationshalle saß, konnte ich im Grünen spazieren.

Wir leben in einer Welt der Informationsflut, Geschwindigkeit und das geht oft einher mit viel Stress. Von Geburt an suchen wir unser Glück im Außen. Zeit für uns selber scheinen wir selten zu finden oder sind nicht bereit sie uns zu nehmen. Vielleicht befriedigt ja der nächste Einkauf all unsere Bedürfnisse, das nächste mal Film schauen oder die nächste Beziehung, Doch unser Verlangen nach etwas ist immer nur temporär gestillt. Schnell ist der nächste Wunsch, die nächste Gier da. Kaufen, Essen, Input, Spaß. Sex.

Ich möchte nicht sagen, dass all die Dinge schlecht sind, doch die Art und Weise wie die meisten damit umgehen ist nicht der Weg aus ihrer Misere. Das wirkliche Glück, den wirklichen Frieden und die wirkliche Liebe können wir nur in uns selbst finden. Unabhängig von allen uns umgebenen Einflüssen.

Um das zu erreichen oder zumindest in die Richtung zu gehen das Eigene Leid zu reduzieren und ein glücklicheres Leben zu führen, sollten wir uns selbst kennenlernen und erforschen. Dafür ist ein Vipassana Kurs sehr hilfreich.

Wer interessiert ist, kann hier Weiteres erfahren: Dhamma Dvara Vipassana Zentrum

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Effektiver lernen

Lernen das Lernen zu lernen. Unser Gehirn verkalkt von Tag zu Tag immer ein bisschen mehr. Wir kommen auf die Welt mit überragender Lernfähigkeit. Doch mit Ansammlung neuer Fertigkeit und Wissen büßen wir immer ein Stückchen mehr von unserer Lernbeweglichkeit ein. Doch halt! Das muss nicht sein! Zumindest nicht zu sehr. Meiner Erfahrung nach, kann man mit Hilfe von Meditation seinen Geist trainieren agil zu bleiben und sich zu regenerieren. Wir werden vielleicht nicht mehr sämtliche Lernkapazitäten ausschöpfen können, doch ein gutes Stück wiedererlangen, das wir meinten nicht mehr zu haben. Damit können wir uns weit aus mehr, als wir uns vorstellen, unsere Zeit wieder effektiver nutzen. Viel Zeit mit etwas verbringen, heißt nicht gleich gut in etwas werden oder viel bewegen. Doch fangen wir an schneller zu lernen und effektiver zu handeln, so können wir uns so einige Wünsche und Ziele erfüllen, von denen wir meinten nur träumen zu dürfen.

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Einführung Meditation

Wie lernt man meditieren? Womit sollte man anfangen?

Es gibt viele Techniken, viele Menschen, die einem sagen möchten, wie es gut ist zu meditieren. Doch wem Glauben schenken?

Auch meine Worte sind nur meine Meinung und meine Erfahrung mit Meditation. Also ist das auch wieder fragwürdig, aber irgendwo muss man ja anfangen bzw. weiter machen, sich Input zu holen.

Ich denke am sinnvollsten ist es sich ausschließlich mit sich selbst zu befassen. Damit meine ich, sich keine Hilfsmittel von außen zu suchen, wie zum Beispiel eine Kerzenflamme zu beobachten oder sich immer wieder ein Mantra aufzusagen. Denn diese Dinge sind wiederum nur Ablenkung für den Geist, sie mögen wohl zu einer höheren Konzentration führen, doch um sich selbst wirklich zu erforschen und kennen zu lernen, ist es wohl besser das zu beobachten, was immer da ist. Am besten fängt man mit der Beobachtung auf den eigenen Atem an, wie er in die Nase rein strömt und wieder heraus kommt. Nicht versuchen die Atmung zu beeinflussen, sie lediglich wahrnehmen. Und schon bald wird der Geist wieder abdriften und sich in Gedanken verfangen. Doch kommt sobald ihr mitbekommen habt, ihr seid abgedriftet, wieder zurück zur Atmung. Verurteilt euch nie dafür, dass ihr eure Konzentration auf den Atem verloren habt. Auch das ist nur Teil dieses Moments, der Realität. Ihr seid abgedriftet – gut. Und beginnt wieder euch zu fokussieren. Bald werdet ihr feststellen, dass ihr im jetzt – im Moment seid, wenn ihr lediglich den Fluss des Atems beobachtet. Und alle Gedanken die aufkommen uns aus dem jetzt reißen und in der Zukunft oder in der Vergangenheit abspielen. Außerdem sind die meisten Gedanken redundant – immer wiederkehrend – Energieverschwendung.

Mögen alle Wesen glücklich sein.

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